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15.05.2010

BSK-Seminar Formen des Kumite

Zu einem International besetzten Seminar trafen sich am Samstag und Sonntag rund 30 Karateka im Budokan in Bensheim. Das Thema war die Übersetzung der Kihon-Formen des Karate in freie Formen des Kämpfens. Die oft geäußerte Kritik an der Untauglichkeit der Kihon-Technik zum realen Kämpfen war der Ausgangspunkt. Sensei Christian Lind erläuterte hierzu den strukturierten Aufbau des BSK-Systems. Dieses von Sensei Werner Lind und den Hauptlehrern des BSK gegründete System orientiert sich am vielschichtigen Aufbau der asiatischen Kampfkünste. Neben der Selbstverteidigung steht dort die Entwicklung der Persönlichkeit des Übenden im Vordergrund. Dem trägt das Kihon Rechnung, dass unter anderem eine energetische Übung darstellt. Bei richtiger Anleitung enthalten diese Techniken aber alle wichtigen Prinzipien des freien Kämpfens.

Sensei C. Lind spannte über drei Trainingseinheiten den Bogen von den Kihon-Kumite-Formen (Gohon, Sanbon und Ippon kumite) über die Formen des Halbfreien Kämpfens (Jiyu ippon, Okuri und Kaeshi kumite) bis hin zu verschiedenen Übungsformen der Nahdistanz (Kakie, Renzoku und Kumi). Dabei legte er besonderen Wert auf das Verständnis der Zusammenhänge zwischen den einzelnen Kumite-Formen. So zeigte er unter anderem die Bedeutung der Distanz und des Winkel zum Partner und wie dies in „geschützter“ Art im Kihon Kumite Aufgebaut wird ,um es in den weiteren Formen anzuwenden. Oder die Bedeutung der Ellenbogenposition die sich zum richtigen Aufbau des Kime oder des Deckungsverhaltens wie ein roter Faden durch alle Übungen zieht.

Christan Lind erklärte, das Fehler im freien Kämpfen oft im fehlerhaft geübten Kihon zu suchen sind. Eine persönliche Erfahrung auf diesem Seminar war für mich, wie eine tiefere Dimension der Übung zustande kommen kann. Mir war die Bedeutung des richtigen Winkels zum Partner bekannt. Aber durch die Erläuterung von Sensei C. Lind wurde mir erstmals bewusst, dass die Einstellung auf jede Situation präzise angepasst werden muss. An anderer Stelle passierte mir das genaue Gegenteil. Der Sensei erläuterte die Wichtigkeit einer entschlossenen aber für alles offenen Geisteshaltung während des Kumite. Hier wurde mir klar, dass ich trotz Aufschlüsselung von Details nicht den Blick für das Ganze verlieren darf. Die Übung des Zweikampf gewinnt ihren Wert nur über die Bemühung nach dieser Geisteshaltung. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Spruch ein, der in einem älteren Newsletterartikel zu lesen war: Stillstand ist der größte Feind eines Karateka. In einer Zeit in der sich viel in meinem Leben ändert, habe ich eigentlich eher das Verlangen nach „Stillstand“ gespürt. Doch das Bedürfnis nach Ruhe sollte keinen Stillstand bedeuten. Er macht den Geist träge. Ich erledige meine täglichen Aufgaben, aber das Denken ist ohne Kreativität. Ich stecke in Formen fest und es tun sich keine Fragen mehr auf. Und ohne Fragen können die Lehrer ihre Erfahrungen nicht weitergeben! An diesem Seminar konnte ich dennoch wieder an vielen Erfahrungen Teilhaben, oft weil andere die Fragen gestellt haben. Und dafür bin ich Sensei Christian Lind, den BSK-Übungsleitern Matthias Cring und Matthias Degen, Elisabeth Schnorr und Volker Schulz sowie allen die Fragen haben und so ihren Weg weiter gehen sehr dankbar.

Erik Warken, Weil am Rhein

15.06.2010

BSK Taiji TL in der Röhn

Nach meiner Ankunft in Bensheim gleich der erste Schock: Gabi kommt nicht mit da Bänderriss und Moni hat immer noch Beschwerden durch ihren Bandscheibenvorfall . Meine anfängliche Euphorie wird ziemlich getrübt. Ich dachte schon kurz, das ich wohl wieder Heim fahren muss. Aber es kam doch ganz anders. Die ersten Tage ohne und dann glücklicherweise mit Gabi übten wir uns im Nei Yang Gong, feilschten und überarbeiteten die Peking-Form und die langen Form, studierten die Anwendungen und gaben uns als verschiedenste Tiere zu erkennen. Ich möchte keineswegs sagen, das wir auf früheren TL nicht viel geübt hatten, aber die Zeit rannte uns diesmal nur so davon und war erfüllter denn je. Spannend für mich war, dass ich an der Überarbeitung einer Form beteiligt war. Für mich war es das erste mal und es hat richtig viel Spaß gemacht. In der übungsfreien Zeit ergaben sich viele tolle Gespräche in der kleinen Gruppe oder auch zu Zweit unter dem Sternenhimmel (auch wenn sich die Sternschnuppen etwas zurückhielten). Wir hatten aber auch genauso viele Momente in denen uns die Tränen vor Freude nur so liefen. So ungefähr stelle ich es mir vor, wenn die Schüler bei ihren Lehrern wohnten, denn diese familiäre Gemeinschaft war richtig toll . Für diese persönliche und intensive Atmosphäre möchte ich Gabi und Moni danken, ich möchte ihnen meinen Respekt aussprechen, das trotz zeitweiliger Schmerzen das Training aufrecht erhalten werden konnte und sie immer ein offenes Ohr hatten. Ich danke den Kindern (Yannick, Zoe und Mika), dass sie uns immer sehr offen aufnehmen und den TL-Rhythmus ohne Probleme mitgestalten. Larissa und Irina danke ich für die schönen Momente sei es beim Üben, Kochen oder in Gesprächen. Es war ein ganz besonderes Trainingslager Danke.

Madeleine Warken-Jugl Kampfkunstzentrum Weil am Rhein
© Kampfkunstzentrum Weil am Rhein
Hinterdorfstraße 24/3
79576 Weil am Rhein
 
Telefon +49 / (0)7621 / 579895
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